Ratgeber zum Thema  New Work und der Wandel der Arbeitsweise

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Wandel durch New Work

Moderne Unternehmen setzen längst auf New Work und gestalten Arbeitsplätze und Arbeitsweise zunehmend mitarbeiterfreundlich. Der Trend begann schon in den 1970er Jahren, nimmt durch die Digitalisierung und Globalisierung jedoch erst jetzt richtig an Fahrt auf. Die heutigen Bürojobs unterscheiden sich in den meisten Firmen von denen vor zehn, zwanzig oder dreißig Jahren und das

liegt nicht alleine an der technischen Ausstattung. Im Vordergrund stehen Gesundheit und Zufriedenheit der Mitarbeiter /innen. Denn wer sich bei der Arbeit wohlfühlt, ist produktiver und bringt die erwünschte Leistung. Wie sich die Arbeitsweise durch New Work verändert hat, erfährst du hier.

Was ist mit New Work gemeint?

New Work ist ein Konzept, das positive Veränderungen in die moderne Arbeitswelt bringen soll. Durch New Work findet ein struktureller Wandel der Arbeitsweise statt, der die Bedürfnisse der Mitarbeiter /innen mehr in den Fokus rückt.

Geprägt wurde der Begriff in den 1970er Jahren vom österreichisch-amerikanischen Sozialphilosophen Frithjof Bergmann, der das Konzept als Gegenmodell zum Sozialismus und Kapitalismus beschrieb. Es umfasst verschiedene Modelle:

Flexibler Arbeitsplatz

Die Mitarbeiter /innen müssen nicht mehr zwangsweise vor Ort im Büro anwesend sein. Der Wechsel ins Home Office spart Pendler /innen Arbeitswege und vor allem Arbeitszeit, die sie sinnvoller nutzen können. Auch Remote Working wird zunehmend eingeführt, um die Gelegenheit zu bieten, aus einer anderen Stadt oder einem anderen Land zu arbeiten.

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Bürolandschaften

Das übliche Büroequipment aus Schreibtisch, Stuhl und Computer wird durch Bürolandschaften aufgelockert, in denen sich jede /r eine Nische zum Arbeiten suchen kann. In den Ruhezonen wird konzentriert gearbeitet, in den Kommunikationszonen finden Meetings oder Gespräche unter Kolleg /innen statt, in Telefonnischen wird telefoniert – für jedes Bedürfnis ist in modernen Workspaces gesorgt.

Flexible Arbeitszeiten

Nicht jede /r ist in der Zeit von 9 bis 17 Uhr produktiv. Flexible Arbeitszeiten ermöglichen hingegen, dass jede /r den Arbeitstag optimal nutzt. Die einen stehen gerne früh auf und können vormittags am besten arbeiten, die anderen schlafen lieber etwas länger und werden gegen Abend aktiv. Gleitzeit, Vier-Tage-Woche, Sechs-Stunden-Tag und Vertrauensarbeitszeit sind beliebte Modelle in modernen Unternehmen, um die Mitarbeiterzufriedenheit zu fördern.

Moderne Technik

Die Mitarbeiter /innen werden mit einem Laptop ausgestattet, mit dem sie von zu Hause aus, von unterwegs oder eben in den Workspaces arbeiten können. Alles, was für den Zugriff auf die Firmennetzwerke benötigt wird, ist eine stabile Internetverbindung.

Arbeitsweise

Strikte Hierarchien gehören zunehmend der Vergangenheit an. Stattdessen beziehen viele Unternehmen ihre Mitarbeiter /innen in Entscheidungen und Prozesse mit ein. Die individuelle Meinung wird berücksichtigt und Eigeninitiative gefördert. Die Mitarbeiter /innen führen nicht mehr nur Anweisungen aus, sondern arbeiten selbständig und eigenverantwortlich.

Teamwork

Die Ellenbogen ausfahren war gestern. Heute ist Teamwork wichtiger denn je, denn nur gemeinsam kommt man voran. Obwohl nicht alle am selben Ort arbeiten, kann die Kommunikation besser und zielgerichteter funktionieren als im Büro, in dem alle ihr eigenes Ding machen. Projekte werden im Team umgesetzt, in dem alle ein Mitspracherecht haben.

Jobsharing

Statt mit einer Vollzeitarbeitskraft wird ein Job mit zwei Teilzeitmitarbeiter /innen besetzt. Arbeit und Verantwortung werden untereinander aufgeteilt, was vielen bei der täglichen Zusatzbelastung durch Haushalt und Familie sehr gelegen kommt.

Agiles Arbeiten

Kurze Entscheidungswege, schnelles Reagieren auf neue Entwicklungen und eine enge Zusammenarbeit mit den Kunden ersetzen strenge Hierarchien. Bekannte Methoden für agiles Arbeiten sind beispielsweise Scrum, Kanban, Design Thinking oder Lean Startup.

Work-Live-Blending

Optimaler Weise empfinden die Mitarbeiter /innen ihre Arbeit nicht als Zwang oder ein nötiges Übel, um die Rechnungen zu bezahlen. Durch eine ausgeglichene Work-Life-Balance sollen alle das Gefühl bekommen, dass die Arbeit ein erfüllender Teil ihres Lebens ist. Je freier sie ihren Arbeitsalltag und ihr Privatleben gestalten können, umso weniger wird der Job als Belastung empfunden. Dadurch verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben.

Die Arbeitnehmer /innen sollen sich im Job verwirklich können und ihr volles Potenzial ausschöpfen. Die New Work Methoden verändern sogar die ganze Einstellung zur Arbeit. Besonders Start-Ups setzen auf die moderne Arbeitsweise, denn die Zufriedenheit der Mitarbeiter /innen gilt als innovativ. Traditionelle Unternehmen tun sich hingegen schwer, die alten Strukturen abzulegen und den Mitarbeiter /innen mehr Freiheiten und Eigenverantwortung zuzutrauen.

Gesundheitsmanager /innen, Gesundheitspsycholog /innen und Wirtschaftspsycholog /innen kommen kaum noch daran vorbei, sich mit dem Konzept und den Modellen zu befassen. Denn die Veränderung ist noch längst nicht abgeschlossen und wird auch in Zukunft weiterhin optimiert.

Viele Unternehmen werben sogar offensiv mit den modernen Arbeitsbedingungen, um das Interesse neuer Mitarbeiter /innen zu gewinnen.

Allein die Verdienstaussichten sind für die Firmen-PR nicht mehr ausreichend. Inzwischen zählen ganz andere Werte, um die Mitarbeiter /innen an sich zu binden.

Welche weiteren Aufgaben zum Beruf von Wirtschaftspsycholog /innen gehören und warum sich ein Studium für dich lohnt, erfährst du hier: Bachelor Wirtschaftspsychologie

Wie hat sich die Arbeitsweise in den letzten Jahrzehnten verändert?

Seit der Industrialisierung war die Arbeitswelt lange Zeit vom Kapitalismus bestimmt. Doch in den vergangenen Jahrzehnten haben sich die Arbeitsbedingungen rasend schnell verändert, was an verschiedenen Faktoren liegt:

Digitalisierung
Globalisierung
demografischer Wandel
andere Bedürfnisse der Mitarbeiter /innen

Während der Pandemie wechselten viele ins Home Office und arbeiteten mit ihren Laptops von zu Hause aus. Auch das Studieren im digitalen Zeitalter hat sich drastisch verändert. Manche bekamen sogar die Freiheit, die Arbeitszeiten selbst zu bestimmen. Die Ergebnisse zeigten: Die Arbeit wurde erledigt, obwohl die Mitarbeiter /innen nicht zu den gewohnten Arbeitszeiten im Büro anwesend waren. Vielen machte die Arbeit sogar durch die freiere Einteilung und den eingesparten Arbeitsweg noch mehr Spaß.

Früher war es hingegen Standard, dass die Mitarbeiter /innen von 9 bis 17 Uhr im Büro saßen, dort ihre Aufgaben erledigten und nach Feierabend nach Hause gingen. Was die Vorgesetzten anschafften, wurde erledigt – schließlich gab es am Monatsende zuverlässig den Lohn dafür.

Ende der 1990er Jahre wurden unbezahlte Überstunden zunehmend zur Voraussetzung. Durch Firmen-Handys und später Smartphones sollten die Mitarbeiter /innen jederzeit auch nach Feierabend und im Urlaub erreichbar sein. In den 2010er Jahren folgte dann oft die Quittung: Mitarbeiter /innen fielen durch Burn-out und Überlastung längere Zeit aus.

Seit sich die Fälle in vielen Firmen häuften, fand ein Umdenken statt: Gesunde und zufriedene Angestellte bringen auch den Firmen viele Vorteile, deshalb ließen sich zahlreiche große Unternehmen auf die neue Arbeitsweise ein.

Welche Vorteile hat New Work?

Befürworter sehen klare Vorteile im New Work Konzept:

Steigerung der Zufriedenheit der Angestellten

höhere Produktivität

weniger Kontrolle durch Vorgesetzte

mehr freie Entfaltung im Job

mehr Einsatz der persönlichen Stärken

bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Arbeitsbedingungen passen zu individuellen Bedürfnissen

Hat New Work auch Nachteile?

Klingt alles zu schön, um wahr zu sein, werden immer wieder kritische Stimmen laut. Denn sie sehen in New Work eine Reihe von Nachteilen:

mehr Organisation und Koordination, um individuelle Bedürfnisse zu berücksichtigen

drohendes Chaos durch fehlende Struktur

keine messbaren Vorteile für den Erfolg des Unternehmens

nicht jede/r hat genug Selbstdisziplin, um trotz Freiheiten Leistung zu bringen

keine klare Trennung zwischen Arbeit und Privatleben

ständige Erreichbarkeit verhindert die Erholung von der Arbeit

Grafische Presseartikel

Zusammengefasst

Das New Work Konzept ist gar nicht so neu, wie es klingt. Doch erst in den vergangenen Jahren fand in vielen Unternehmen ein Umdenken statt: weg von Hierarchien und dem puren Ausführen von Anweisungen, hin zu mehr Selbstbestimmung, Eigenverantwortung und Zufriedenheit der Mitarbeiter /innen.

Flexible Arbeitszeiten, Workspaces und Home Office gehören genauso dazu wie die Projektarbeit im Team und kurze Entscheidungswege. Sind die Mitarbeiter /innen zufrieden, steigt deren Produktivität. Mehr Freiheiten sind ein klarer Vorteil des Konzepts.

Kritische Stimmen sehen jedoch auch das Verschwimmen von Studium und Arbeit und des Privatlebens.

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