Ratgeber zum Thema  Existenzgründung – Perspektiven nach dem Studium

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Existenzgründung – Perspektiven nach dem Studium

Endlich hast du deinen Abschluss in der Tasche, doch damit stellt sich auch die Frage: Was mache ich nach dem Studium? Suche ich mir einen festen Job oder wage ich die Existenzgründung und baue mir ein eigenes Business auf? Sich selbständig zu machen, bietet sich vor allem in kreativen Berufen oder in den Medien an. Du kannst als Freelancer /in oder Freiberufler /in tätig sein oder sogar dein eigenes Start-up oder eine Agentur gründen. Damit du gut auf den nächsten Lebensabschnitt nach dem Studium vorbereitet bist, findest du hier die wichtigsten Infos zur Existenzgründung.

Rosa Fragezeichen

Was bedeutet Existenzgründung?

Existenzgründung bedeutet kurz gesagt, dass du eine selbständige Tätigkeit aufnimmst. Dabei kannst du ein Unternehmen gründen oder dich als Freelancer /in selbständig machen und dir eine eigene Existenz aufbauen. Da die Existenzgründung einen großen Schritt für deinen weiteren Karriereweg darstellt, solltest du dich nicht überstürzt dazu entscheiden, sondern schon vor deinem Studienabschluss darüber nachdenken, ob du später als Selbstständige /r arbeiten möchtest. Je besser du vorbereitet bist, umso leichter gelingt dir der Start in die Selbständigkeit.

Kann ich mich nach dem Studium überhaupt selbständig machen?

Viele denken, dass sie erst in einem Angestelltenverhältnis tätig gewesen sein müssen, bevor sie sich selbständig machen können. Tatsächlich kannst du jedoch schon direkt nach dem Studium als Freelancer /in anfangen oder dein eigenes Unternehmen gründen. Selbstmanagement hast du bereits im Studium gelernt. Du kannst dich selbst organisieren und motivieren und bringst ein gewisses Maß an Selbstdisziplin mit. Brennt in dir die Leidenschaft für ein Berufsleben als Selbständige /r, bist du eine Gründerpersönlichkeit – ein entscheidender Faktor.

Sofern du bereits während des Studiums durch ein Praktikum, einen Nebenjob oder Minijob oder ein Praxissemester Berufserfahrung gesammelt hast, weißt du, wie ein Unternehmen aufgebaut ist und welche Abläufe wichtig sind. Dann kannst du durchaus gleich nach dem Abschluss den Schritt in die Selbständigkeit wagen, denn Erfahrung schafft Selbstvertrauen. Für den unkomplizierten Einstieg eignet sich eine Tätigkeit als Freelancer /in, bei der du für dich selbst verantwortlich bist und nicht sofort die Verantwortung für ein ganzes Team tragen musst.

Wie funktioniert die Existenzgründung?

Die Existenzgründung läuft grob gesagt in drei Schritten ab: Zuerst kommt die Planung der Gründung, dann die Finanzierung und letzten Endes die hoffentlich erfolgreiche Führung des Unternehmens. Was du auf deinem Weg in die Selbständigkeit beachten solltest:

  • Überlege dir, welche Rechtsform für dein Unternehmen sinnvoll ist: Gründest du ein Kleinunternehmen? Eine GbR? Oder willst du als Freiberufler /in arbeiten?
  • Dann meldest du dich als Gründer beim Finanzamt an. Dort bekommst du deine Steuernummer für deine Einkommensteuer, für die du ab jetzt selbst verantwortlich bist.
  • Danach meldest du dein Gewerbe an, sofern du nicht als Freiberufler /in arbeitest. Von der Gewerbesteuer befreit bist du beispielsweise im künstlerischen, publizierenden, unterrichtenden, erzieherischen und wissenschaftlichen Bereich.
  • Bei zulassungspflichtigen und zulassungsfreien Handwerken, ebenfalls bei handwerksähnlichen Gewerben ist die Anmeldung bei IHK, HWK oder anderen Kammern verpflichtend.
  • Da du dich als Selbständige /r selbst um deinen Versicherungsschutz kümmern muss, meldest du dich bei einer Krankenkasse deiner Wahl an und versicherst dich und dein Unternehmen durch weitere sinnvolle Versicherungsangebote.
  • Sobald du dein Geschäftskonto eröffnet hast, kann dein Business starten.

Ein wichtiger Tipp: Du solltest die Existenzgründung nicht als Notlösung sehen, weil du gerade keinen anderen Job gefunden hast. Um als Selbständige /r erfolgreich zu sein, solltest du es wirklich wollen und mit Leidenschaft hinter der Entscheidung stehen.

Was brauche ich für eine Existenzgründung?

Neben den Formalitäten für die Existenzgründung sind auch persönliche Eigenschaften notwendig, um als Selbständige /r im Berufsleben Fuß zu fassen und langfristig erfolgreich zu sein. Was du unbedingt brauchst:

Nicht jede /r ist für die Karriere als Selbständige /r geeignet. Einige Soft Skills solltest du neben einer großen Leidenschaft für deinen Job und ausreichend fachlichem Know-how unbedingt mitbringen, zum Beispiel Entscheidungsfreudigkeit, Disziplin, Geduld, Ausdauer, Kontaktfreude, Kritikfähigkeit und Kooperationsbereitschaft. Denn als Selbständige /r musst du dich selbst motivieren, oft Entscheidungen treffen, bereit sein, dich an Kundenwünsche anzupassen, dich selbstständig weiterbilden und Kritik selbstreflektiert umsetzen.

Die Basis für deine neuzugründende Existenz ist natürlich eine gute Geschäftsidee, die erfolgversprechend und ertragreich ist. Möchtest du nach dem Bachelor in Design eigene Entwürfe umsetzen? Mit einem Bachelor im Eventmanagement Veranstaltungen organisieren oder eine eigene Event Agentur gründen? Mit dem Bachelor in Journalismus freiberuflich tätig sein? Überlege dir ganz genau, was du beruflich machen willst, welche Ziele du damit anstrebst und ob diese Ziele auch realistisch erreichbar sind. Ebenfalls wichtig ist das Definieren der Zielgruppe, die von deiner Leistung profitiert, sowie das Beobachten der Mitbewerber /innen am Markt.

Um Fördermittel beantragen zu können, brauchst du einen Businessplan für dein künftiges Unternehmen – schließlich wollen die Geldgeber /innen wissen, ob sich die Investition in dein Business lohnt. Der Businessplan dient dir außerdem als Orientierung, wo du mit deinem Unternehmen in den kommenden Jahren in der Wirtschaft hinwillst und wie realistisch die Umsetzung deiner Pläne ist. Da ein sorgfältig erstellter Businessplan darüber entscheidet, ob du Fördergelder bekommst oder nicht, solltest du dir bei der Anfertigung professionelle Unterstützung holen.

Wie hoch deine Ausgaben für die Gründung sind, hängt von deiner Geschäftsidee ab. Willst du dich als Freiberufler /in selbständig machen, brauchst du meist nur ein paar Basisanschaffungen. Willst du eine Agentur gründen oder direkt mit einer großen Marketingkampagne für dein Unternehmen starten, brauchst du ein gewisses Startkapital. Das hast du dir im Idealfall selbst angespart, du kannst jedoch auch auf Förderungen oder Kredite zurückgreifen.

Ohne Business-Kontakte wird dir der Einstieg in die Selbständigkeit schwerfallen. Deshalb solltest du schon während des Studiums netzwerken und Kontakte zu anderen aus deiner Branche knüpfen. Lass dich von anderen Selbständigen beraten und dir Tipps für die Gründung geben. Fehler, die andere bereits gemacht haben, kannst du somit verhindern. Außerdem ist die Kontaktpflege für künftige Aufträge hilfreich, denn oft kommst du über Empfehlungen und Mundpropaganda an die ersten Jobs.

Natürlich solltest du ausreichend fachliches Know-how für den Markenaufbau mitbringen. Möchtest du dich mit einem Bachelor in Wirtschaftsinformatik im Bereich Modedesign selbständig machen, wird deine Geschäftsidee vermutlich auf große Skepsis stoßen. Kannst du für deine Gründung jedoch Fachwissen und Erfahrung auf dem Gebiet vorweisen, steht deinem Einstieg eigentlich nichts im Weg.

Gründung nach dem Studium: Vor- und Nachteile

Soll ich mich gleich nach dem Studium als Gründer /in selbständig machen oder sammle ich lieber noch Praxiserfahrung in einem Unternehmen, bevor ich den Schritt wage? Falls du noch unentschlossen bist, hilft dir ein Abwägen der Vor- und Nachteile bei der Entscheidung.

Hier die Vorteile der Existenzgründung:

  • Du bist dein eigener Chef, deine eigene Chefin.
  • Du kannst dir dein eigenes Unternehmen so aufbauen, wie du es dir immer gewünscht hast, und dich selbst verwirklichen.
  • Du kannst selbst über deine Aufträge entscheiden, dein Honorar verhandeln und dein Arbeitspensum einteilen.
  • Je fleißiger du arbeitest, umso mehr Umsatz machst du und hast dein Einkommen damit selbst in der Hand.

Einige Nachteile gibt es ebenfalls bei der Existenzgründung zu bedenken:

  • Du hast kein geregeltes Einkommen, keinen bezahlten Urlaub und keine Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall.
  • Du musst dich selbst um Versicherungsschutz und Steuern kümmern.
  • Je nach Unternehmen fallen Fixkosten an, die du erst einmal abdecken musst.
  • Du hast keine geregelten Arbeitszeiten und musst auch bereit sein, an Wochenenden zu arbeiten.
  • Ohne langjährige Berufserfahrung und ausreichend Eigenkapital ist der Start in die Selbständigkeit immer ein Risiko.
  • Dir fehlen vielleicht hilfreiche berufliche Kontakte und ein weitreichendes Netzwerk, um an Aufträge heranzukommen.
  • Oft kommt die Freizeit zu kurz.

Hast du kreative Ideen, die du gerne eigenständig umsetzen willst, oder bist generell eher der Typ Macher /in, dann kann die Existenzgründung nach dem Studium genau das Richtige für dich sein.  

Suchst du jedoch finanzielle Sicherheit und gehst ungerne Risiken ein, kann die Gründung für dich zur Belastung werden. Am Ende entscheidet dein Bauchgefühl über deinen weiteren Karriereweg.

Finanzielle Förderungsmöglichkeiten für Gründer /innen

Hast du bereits in einem Angestelltenverhältnis gearbeitet und bist arbeitslos, besteht die Möglichkeit auf einen Gründungszuschuss von der Agentur für Arbeit. Startest du direkt nach dem Studium in die Selbständigkeit, steht dir diese Finanzierungsmöglichkeit leider nicht zur Verfügung. Dafür gibt es für Studierende andere Wege für eine finanzielle Bezuschussung, beispielsweise:

Fördergelder

Studienabsolvent /innen können für die Gründung staatliche Fördergelder beantragen. Je nach Vorhaben und Gründungsphase kommen unterschiedliche Möglichkeiten infrage, z.B. ein Exist-Gründerstipendium oder Zuschüsse für eine Gründungsberatung. Deshalb solltest du dich frühzeitig ausführlich informieren, sobald deine Geschäftsidee Formen annimmt.

KfW-Kredite

Mit dem „ERP-Gründerkredit – StartGeld“ kannst du bis zu 125.000 Euro für Investitionen und laufende Kosten bekommen. Kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler /innen können den „ERP-Förderkredit KMU“ für bis zu 25 Mio. Euro beantragen.

Business Angel

Mit einer überzeugenden Geschäftsidee findest du vielleicht einen Business Angel, der dich gegen ein Mitspracherecht an der Entwicklung des Unternehmens finanziell unterstützt und dir mit Know-how und Geschäftskontakten zur Seite steht.

Selbständig machen ohne Eigenkapital – geht das überhaupt?

Es kommt immer darauf an, womit du dich als Gründer /in selbständig machen willst. Würdest du gerne eine Agentur oder ein Unternehmen gründen, brauchst du immer eine gewisse Summe an Eigenkapital, um Büromiete und weitere Fixkosten abzudecken. Hast du jedoch nichts angespart, kannst du dich immer noch als Freelancer /in selbständig machen. Ohne Eigenkapital hast du beispielsweise die Möglichkeit als Journalist /in, Social-Media-Manager /in oder Übersetzer /in zu arbeiten.

Alles, was du dazu brauchst, ist ein Smartphone, ein Laptop und entsprechende Software. Wenigstens für eine Basisausrüstung sollten deine Ersparnisse reichen, denn ganz ohne Equipment fällt dir der Einstieg schwer.

Eine weitere Finanzierungsmöglichkeit ist das Crowdfunding. Steht dir zu wenig Eigenkapital für die Verwirklichung deiner Geschäftsidee zur Verfügung, kannst du eine Crowdfunding-Kampagne starten und darauf hoffen, dass genügend Geldgeber /innen ebenso von deiner Idee überzeugt sind.

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Grafischer Vertrag mit Füllfeder

Kurz Zusammengefasst

Eine Existenzgründung kann nach dem Studium dein Start in eine erfolgreiche Karriere sein – sofern du dir die Arbeit als Selbständige /r vorstellen kannst und für eine Geschäftsidee brennst. Mit einem Businessplan bewirbst du dich um Fördermittel, zusätzlich solltest du eine Gründerpersönlichkeit und fachliches Know-how mitbringen. Gründen kannst du grundsätzlich auch ohne Eigenkapital, denn nicht für jedes Unternehmen sind Anschaffungen und hohe Fixkosten nötig. Bevor du nach dem Studium den Schritt in die Selbständigkeit wagst, solltest du jedoch genau die Vor- und Nachteile abwägen und überlegen, ob du wirklich für ein Leben ohne geregelte Arbeitszeiten und sicheres Einkommen gemacht bist.

Hol dir das Know-how mit dem Studium Plus

Du träumst davon, dich eines Tages selbständig zu machen und dein eigenes Unternehmen zu führen? Dann findest du an der Hochschule Macromedia zahlreiche Studiengänge, die dir die wichtigsten Grundlagen für deine weitere Karriere vermitteln. Mit dem Studium Plus lernst du obendrein schon während des Studiums, wie du dich selbständig organisierst und eigenständig arbeitest. Denn beim hybriden Studium findet nur ein Teil der Veranstaltungen vor Ort statt. Den anderen Teil absolvierst du bequem von zu Hause online.

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